Wissenschaftliches Arbeiten

In einem Film wurde mal gesagt, dass jeder neue Lebensabschnitt nur eine neue Highschool ist und sich alles einfach nur immer wiederholt. Aber wenn man nur ein kleines Stück aus der allgegenwärtigen schwarz-weißung des lebens heraustritt, ist doch letzlich alles anders, wenngleich man parallelen letzlich immer zu allem ziehen kann…

Wissenschaft war aber eigentlich immer über alles erhaben. Dort gibt es nur ein Ziel, eine richtige Antwort und viele Anläufe, um diese zu finden. Wissenschaftliches Arbeiten aber hat nichts mit Wissenschaft zu tun. natürlich gab es in der Geschichte immer mal wieder Fälle vom wissenschaftlichen Ideen-Klau, aber es war doch letztendlich der Wunsch, Antworten zu finden oder das Leben (mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg) besser zu machen. Doch bei wissenschaftlicher Arbeit wird man nicht etwa ermutigt, etwas Neues zu entwickeln oder etwas bestehendes grundlegend zu verbessern, sondern es geht nur darum, fremde Ideen aufzugreifen und sie dann mit eigenem Gedankengut aufzustocken. Deswegen wird auch viel zeit darauf verwendet, alles zum Plagiat zu erklären, denn letztendlich ist die wissenschaftliche Arbeit nur eine Kopie, mit ein zwei Nuancen verfeinert. Da dann fortlaufende wissenschaftliche Arbeiten aber nicht auf dem leicht erweiterten beruhen, sondern wieder auf den originalquellen hat man vor allem eins geschafft: Ein paar Seiten Feuerentzünder.

Sind wir als Menschheit so weit gekommen, dass es kaum noch neues in der Wissenschaft gibt, oder wird dem menschen von heute nicht mehr zugetraut? ist es gar eine Verschwörung von ein paar Elite-Wissenschaftlern, die ihren Nobelpreis möglichst konkurrenzlos gewinnen wollen oder ist es schlicht und ergreifend nur die Faulheit der Verfasser und der Rezipienten? Wahrscheinlich gibt es keine echte Antwort, aber dennoch zwingt sich die Frage auf, ob man nicht in einer Sackgasse gelandet ist. keine neue Highschool mit neuer Fassade, sondern ein dead end, wo man vom guten Willen und der eigenen Überzeugungskraft abhängig ist… und ein Stück weit vom Glück…

Es ist irgendwie schade, dass dies die großen Ziele einer universitären Ausbildung sind. Das niemand lernt, selbstständig zu denken, sondern bereits bekanntes zu kopieren. ja, natürlich tun wir das unser ganzes Leben lang in gewissem maße, aber deshalb muss die eigene Kreativität doch nicht eingeschränkt werden um sie absichtlich verkümmern zu lassen. Die Politik wünscht keine Volksabstimmungen aus Angst, dass dann etwas abgelehnt oder angenommen werden könnte, was den oberen nicht schmeckt. Und vielleicht will man aus dem eigenen grund nur das wieter verbreiten, was sich bewährt hat. ich streite auch nicht die Wichtigkeit des Adaptierens ab, aber stures aufnehmen und wiedergeben hat in geschichtlichem Rückblick schon des Öfteren zu unschönen Ergebnissen geführt. Und auch wenn es leichter ist, die Massen auf gleichem Level zu kontrollieren, so bleibt doch ein kleines Fitzelchen Hirn, dass nicht absterben will und um sein Überleben kämpft.

Wissenschaftliches Arbeiten… Wahrscheinlich ist es nur der Name, der so ein falsches Gefühl in mir hervorruft und vielleicht haben ein paar meiner Worte doch zum nachdenken angeregt. “Zitieren ist gut, zitieren ist wichtig, je mehr Zitate, desto besser…” Und ich habe hier bewusst die regeln zum richtigen Zitieren außen vor gelassen und möchte mit diesem so schon des Öfteren gehörten Satz eigentlich nur auf eines hinaus: Es ist keine neue Highschool, sondern es ist ein neuer Schwanzvergleich. Früher, wer das beste Spielzeug hatte, wer zuerst Sex hatte, wer die besten Markenklamotten hatte, die tollsten Klingeltöne, die reichsten Eltern, das geilste Auto, den schärfsten Partner… Und jetzt eben, wer die besten, meisten und längsten Zitate hat… Willkommen beim literarischen Schwanzvergleich, auf die uns unser Schaffensweg geführt hat… Und lustigerweise drängt sich dann auch sofort neue Fragen auf: Da hier ein langer Sportwagen schwer hilft; wie kompensieren dies die “Unfähigen”? Was bedeutet es für jene, die Plagiate abliefern? Viel Stoff zum philosophieren und viel Zeit zum Lachen wünsche ich euch. Ein literarischer Schwanzvergleich ist auch nicht anders, als die Anderen… Die, die meinen, dass sie gewinnen sind die mit den langen Sportwagen.

 

In diesem Sinne wünsche ich ein schönes Wochenende. Unter Knowledge of the End gibt es ein neues Snippet, ich hoffe, ihr habt Spaß daran.

 

KoTE pre release 02
Knowledge of the End

 

Wie immer: teilt eure Meinung, egal ob ihr zustimmt oder mich für den Vollnapp haltet (natürlich werden letztere Kommentatoren sofort gelöscht :P)

so long, thx 4 attention

Like it? Share it!
This entry was posted in Worldwide Mischief. Bookmark the permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>